Helios-Gelände: In der Diskussion um die Neugestaltung des Helios-Geländes in Ehrenfeld (wir berichteten) gab es Mittwoch eine erste Informations- Veranstaltung der Stadt, der Bauwens-Gruppe und der MFI-Gesellschaft als Eigentümer und Bauherr. Laut rundschau-online kamen 700 Bürgerinnen und Bürger in das Berufkolleg Ehrenfeld, um sich die Pläne anzuhören und vor allem ihren Protest zum Ausdruck zu bringen (bewegte Bilder bei ksta.tv). Dabei sind es vor allem die Jüngeren, die sich gegen ein neues Einkaufszentrum wehren. Klar ist wohl, dass die Investoren Kleider-Geschäfte mit größeren Flächen ansiedeln wollen, weil eine Umfrage ergeben hat, dass es in Ehrenfeld am ehesten an solchen Läden fehlt. Weichen muss wohl das Underground. Genau das wollen die meisten Leute, die gekommen waren aber nicht. Sie fürchten, dass der eher alternative und individuelle Charakter des Veedels verloren geht. Diese Sorge äußerten die leute auf der Versammlung oft sehr laut und manchmal sehr polemisch. So richtig konkret sind aber weder der Protest, noch die Pläne der Bauherren; ein Architekten-Wettbewerb steht noch aus. Deswegen hofft die Bürgerinitiative Helios, dass die Bevölkerung noch an der Planung beteiligt wird. Gespräche zwischen den Beteiligten sollen folgen, genau wie weitere Informations-Veranstaltungen.
Glasverbot: Das Glasflaschenverbot, dass die Stadt für den Karnveval 2010 ausgesprochen hatte, war rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Köln jetzt in zwei Urteilen entschieden. Wenn Glasfaschen normal benutzt werden, stelle das alleine keine Gefahr im Rechtsinne dar. Außerdem sei von dem allgemeinen Verbot viele Menschen betroffen gewesen, von denen vorher zu erwarten war, dass sie sich ordnungsgemäß verhalten. Wie ksta.de schreibt, will die Stadt gegen das Urteil in Berufung gehen. Die Lebenswirklichkeit sähe anders aus, als sie das Verwaltungsgericht sähe, sagte Stadtdirektor Guido Kahlen. Die Stadt hofft nun, dass das für die Berufung zsutändige Oberverwaltungsgericht Münster, das Urteil aufheben wird und das Verbot bestätigt. Bereits im Februar hatte das Gericht ein gegenteiliges Urteil des Verwaltungsgericht Köln aufgehoben (wir berichteten). Allerdings war es damals nicht intensiv auf Rechtsfragen eingegangen, sondern hatte gerurteilt, dass das Verbot nicht von vornherein ungeeignet sei, Gefahren zu vermeiden.
Protest: Viele Kölnerinnen und Kölner haben am Dienstag gegen die Sparpläne der Stadt protestiert. Wie der WDR zeigt, waren auch viele Kinder darunter. Nach Angaben der Veranstalter wehrten sich auf der Demonstration 8000 Menschen gegen den Sozialabbau, den ihrer Meinung nach der neue Haushalt zur Folge hat. Auf der Kundgebung am Roncalli-Platz kritisierten Vertreter der Wohlfahrtsverbände die Stadt laut ksta.de für ihr “Flickwerk” und der “Konsolidierung nach bekannnter Hausmannsart”. Initiatoren waren die Wohlfahrtsverbände, die zusammen mit anderen die Initiative “Kölner gestalten Zukunft” gegründet haben. Im Entwurf des Doppelhaushaltes für 2010 und 2011 sind Einsparungen von 28,5 in diesem und 65,4 Millionen Euro im kommenden Jahr vorgesehen (wir berichteten). Dabei stehen bis zu 2000 Einzelposten auf dem Prüfstand; Personal soll auch abgebaut werden.
Dmexco: Die Betreiber der Digital Marketing Exposition and Conference (Dmexco) haben ein positives Fazit der diesjährigen Messe in Köln gezogen. 355 Aussteller hätten teilgenommen das sei ein Plus von 22 Prozent, teilte der Veranstalter mit, 15.800 Fachbesucher seien gekommen. Bei der Messe geht es vor allem um Marketing und Werbung im Internet, wie hier bei Deutschlandradio Wissen erklärt wird. Die nächste Dmexco findet am 21. und 22. September 2011 statt.








[...] der bestehende Handel bleibt unbeeinflusst. Auch die umstrittenen Pläne für das Helios-Gelände (wir berichteten) erwähnt die Stadt in dem Konzept: Gegen ein Einkaufszentrum an diesem Ort spreche erst einmal [...]
[...] Die Stadt gibt nicht auf. Nach der Niederlage vor Gericht (wir berichteten) wollen die Verantwortlichen Berufung einlegen und am umstrittenen Glasverbot im Karneval [...]