Leere Kassen: Köln schreibt rote Zahlen. Der am Mittwoch vom Stadtrat beschlossene Doppelhaushalt zeigt: 2010 fehlen 357 Millionen Euro, 2011 noch 262 Millionen Euro. Immerhin, so rundschau-online, bleibe der Kommune ein Haushaltssicherungskonzept erspart. Jetzt steigt die Gewerbesteuer um 5,6 Prozent. Arbeitgeberverbände und die Industrie- und Handelskammer kritisieren das. “Erhebliche Standortnachteile” sehen sie laut ksta.de zudem in der neuen Übernachtungssteuer für Hotelgäste, die als Reaktion auf die gesunkene Mehrwertsteuer für Hotels gilt (wir berichteten).
Neue Dezernenten: Auf der Ratssitzung am 7. Oktober wurden außerdem zwei Spitzenämter neu besetzt, berichtet ksta.de. Henriette Reker wird neue Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt. Der Job war seit dem Weggang von Marlis Bredehorst (Grüne) ins NRW-Gesundheitsministerium vakant (wir berichteten). Als neue Kämmerin wurde Gabriele Klug gewählt. Sie beerbt den neuen NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Die Neubesetzung hat schon im Vorfeld für Aufregung gesorgt, weil die Grünen-Politikerin schon vor Ende der Bewerbungsfrist als Favoritin feststand (wir berichteten). Immer noch offen ist der Posten des Wirtschaftsdezernenten.
Razzia: In einer bundesweiten Razzia haben die Staatsanwaltschaften Bochum und Köln am Donnerstagmorgen Räume des früheren Arcandor-Vorsitzenden Thomas Middelhoff, des Kölner Bauunternehmers Josef Esch und ehemaliger Vorstandsmitglieder der Sparkasse Köln/Bonn untersucht. Die verworrene Lage erklärt faz.net einigermaßen verständlich: Gegen den früheren Karstadt-Chef Middelhoff richtet sich der Verdacht der Untreue, weil er darauf verzichtet haben soll, Millionenansprüche bei Esch einzuklagen. Über einen mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim aufgelegten Immobilienfonds soll der Bauunternehmer fünf Gebäude zu ungewöhnlich hohen Preisen an die Warenhauskette vermietet haben. Das Pikante: Middellhoff soll Teile seines Privatvermögens bei dem Fonds angelegt und damit von den hohem Mietpreisen profitiert haben. Die Razzia zielte außerdem auf weitere mögliche “Vermögens-, Korruptions- und Steuerdelikte” ab, unter anderem im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Messehallen, wie wdr.de schreibt.
Rauchmelder 2.0: Fühlen Sie sich durch einen Verstoß gegen das Rauchverbot in Gaststätten belästigt? Das fragt die Stadt auf ihrer Homepage die Kölner und ruft sie auf, online illegale Raucher zu melden. „Übles Denunzieren“, flucht die Gastronomie auf express.de. Der Kölner Tech-Blog Basic Thinking hat die Aktion erst für einen “Witz” gehalten und fragt ironisch, warum man nicht direkt ein Beweisfoto hochladen kann.
Schöne Kölnerin: Am vergangenen Wochenende ist die 17-jährige Ruhama Negassi zur neuen Miss Köln gewählt worden. Die Homestory über die junge Dellbrückerin gibt’s erwartungsgemäß bei bild.de.








[...] können online Ruhestörungen und auch Verstöße gegen das Rauchverbot in Kneipen gemeldet werden (wir berichteten). Die Website der Stadt Köln. Screenshot: [...]