Familien-Drama: Die Kölner Verlegerfamilie M. DuMont Schauberg kommt nicht zu Ruhe. Vom Rechner des Verlagserben Konstantin Neven DuMont wurden dutzende wirre Kommentare in einem Blog abgegeben, bis er vergangene Woche in den Zwangsurlaub geschickt wurde oder freiwillig ging (wir berichteten). Jetzt hat der Erbe des Stadtanzeigers, der Rundschau und des Express’ seinem Vater gedroht: “Die Übergabe auf die Nachfolgegeneration schiebt mein Vater schon 15 Jahre vor sich her. So geht das nicht weiter. Er soll klar sagen: Ich trete ein Stück weit zurück. Oder er zahlt mich aus und ich gehe!”, sagt Konstantin DuMont der Bild-Zeitung. Im Focus wirft er seinem 83-jährigen Vater vor, der blicke “bei der Digitalisierung und den nötigen Veränderungen der Geschäftsmodelle nicht so richtig durch.” Das Medienmagazin dwdl.de nennt den Streit süffisant eine Soap und hat ein liebevolles Logo “Konstantin Entertainment” gebastelt.
Nachtflugverbot: Die Landesregierung hat für den Flughafen Köln/Bonn ein Nachtflugverbot für Passagiermaschinen beschlossen, das so auch im Koalitionsvertrag des rot-grünen Stadtrats steht (wir berichteten). Doch Oberbürgermeister Jürgen Roters hat sich im WDR nun dafür ausgesprochen, doch die bisherige Regelung beizubehalten. Die Kölner Grünen kritisieren ihn deswegen scharf, wie ksta.de meldet. Roters erwidert im WDR, der Flughafen habe eine Betriebsgenehmigung bis 2030, und forderte ein europäisches Nachtflugverbot, damit dem Flughafen Köln/Bonn kein Wettbewerbsnachteil entstehe.
Mehr Blitzer und teureres Parken: Kölns Autofahrer müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Zum einen plant die Stadt, ab 2011 die Parkengebühren außerhalb der Innenstadt um 50 Prozent anzuheben, berichtet ksta.de. Für 50 Cent können Autos dann nur noch 20 Minuten statt 30 angestellt werden. Die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen von 1,6 Millionen Euro. Der Stadtrat beschloss gestern außerdem, für rund 300.000 Euro neue Blitzer und Radarwagen zu kaufen, schreibt rundschau-online. An Unfallschwerpunkten und vor Schulen soll künftig stärker kontrolliert werden. Die CDU warf Rot-Grün vor, die Bürger “abzocken” zu wollen.
Pro Köln: Die Rechtspopulisten haben sich am Wochenende zur Jahreshauptversammlung getroffen. Dabei wurde offen Unmut geäußert, dass es einen Teil der Partei nach Berlin zieht, so der Watch-Blog NRW rechtsaußen. Das Vorstandmitglied Manfred Rouhs, der 2011 in der Hauptstadt antreten will, kam erst im zweiten Wahlgang auf eine nur relative Mehrheit. Selbst Pro Köln schreibt auf ihrer Seite, dass die Partei Vorstandsmitglieder wolle, “die ihren politischen Schwerpunkt ausschließlich in Köln und in Nordrhein-Westfalen sehen würden.” Damit streitet die Partei nun offiziell, wie wir es schon im Sommer vermutet hatten.








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