Mehr Platz: Jedes Jahr ein neuer Fahrgastrekord – und damit weniger Platz. Die KVB wollen in ihren Bahnen mehr Platz schaffen, indem sie die Zahl der Sitze reduzieren. Das berichtet ksta.de. Rund 270 Millionen Fahrgäste hätten die KVB 2010 gezählt, gegenüber 265,8 Millionen im Jahr zuvor. Mittlerweile mache der öffentliche Nahverkehr mehr als 45 Prozent des gesamten Verkehrs in der Innenstadt aus. “Auf der Ost-West-Achse haben wir mit einem Zwei-Minuten-Takt die Kapazitätsgrenze erreicht”, zitiert ksta.de den KVB-Vorstand Jürgen Fenske. Wenn nicht mehr Bahnen fahren können, müssen sie mehr Fahrgäste mitnehmen. Das sei aber keine dauerhafte Lösung, sagt Fenske: “Auf Dauer müssen wir in Ost-West-Richtung über dreifach-Züge reden.” Derzeit fahren 367 Bahnen im Kölner Stadtbahn-Netz, weitere 15 sind bestellt.
Zurück an den Verhandlungstisch: Die Stadt hat dem Oppenheim-Esch-Fonds im Streit um die Miete für das Messegelände neue Verhandlungen angeboten. Wie rundschau-online und ksta.de berichten, habe Oberbürgermeister Jürgen Roters in einem Schreiben seine Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Ein Sprecher der Oppenheim-Esch-Gruppe begrüßte den Vorschlag. Roters reagiere damit auf eine Empfehlung des Landgerichts, sich möglichst außergerichtlich zu einigen (wir berichteten). Die Stadt hatte im August 2009 die Miete für die Messehallen ausgesetzt und seitdem nur noch eine Nutznugsentschädigung gezahlt. Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof die Auftragsvregabe zum Bau der Messe für rechtswidrig erklärt. Im Prozess vor dem Kölner Landgericht fordert die Oppenheim-Esch-Gruppe, Vermieter der Hallen, die austehenden Mieten von der Stadt zurück.
Eine Stunde Stillstand: Ein Kurzschluss in einem Stellwerk hat gestern den Kölner Hauptbahnhof lahmgelegt. Von 12.50 Uhr an konnten mehr als 45 Minuten lang keine Züge in den Bahnhof ein- und ausfahren, schreibt die Welt Kompakt. Rund 100 Züge und mehrere tausend Reisende waren von dem Ausfall betroffen, im Fernverkehr verspäteten sich Züge bis zu einer Stunde. Der Verkehr war bis in den Abend hinein gestört.
Fast 40 Jahre überwacht: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat den Bremer Menschenrechtler, Anwalt und Publizisten Ralf Gössner fast 40 Jahre lang observiert – zu Unrecht, wie jetzt das Kölner Verwaltungsgericht entschied. Die Frankfurter Rundschau erklärt die Hintergründe: Das BfV hatte seit 1970 Daten über den linken Geheimdienstexperten gesammelt, wie er 1996 herausfand. 2008 stellte das Amt die Datensammlung ein und kam so dem nun verkündeten Urteil zuvor. Laut Gössner legte das BfV während seines gesamten bisherigen Berufslebens mehr als 2000 Seiten Akten über ihn an. Und das, obwohl er als Gutachter in Parlamentssausschüssen sowie als Referent in Polizeiakademien und beim hessischen Verfassungsschutz auftrat.
“Kathedrale” unter der Erde: Der Bau der Nord-Süd-Bahn kommt voran und bei allen Ärgernissen werden wenigstens die Haltestellen schön. Mehrere Kölner Medien schildern ihre Eindrücke von den neuen Haltestellen, besonders viel Lob bekommt der Heumarkt in der Kölnischen Rundschau und dem Express. Mit drei Ebenen ist er künftig eine der wichtigsten Bahn-Kreuzungen im Stadtgebiet: Eine Verteilerebene, eine für die Nord-Süd-Bahn, und eine für die Ost-West-Bahn, die präventiv gebaut wird. Dort rollen allerdings noch jahrzehntelang keine Bahnen. In einer Bildergalerie hat koeln.de die Eindrücke zusammengefasst.
Erfolg gegen Krebs: Mediziner der Uniklinik Köln haben eine neue Therapiemethode entwickelt, mit der sie die chronisch lymphatische Leukämie aufhalten können. Die Krankheit ist die häufigste Art von Blutkrebs. Der WDR stellt erste Therapieerfolge vor und zeigt, wie Ärzte bei einem Patienten den Krebs stoppen konnten. Bei der neuen Therapie kombinieren die Krebs-Spezialisten Chemotherapie mit Antikörpern, die direkt auf die Krebszellen wirken und diese empfänglicher für eine Chemotherapie machen. “Die Vision ist, dass wir den Krebs zu eine chronischen Erkrankung machen können, bei einer sehr guten Lebensqualität”, sagt Michael Hallek, Direktor der Klinik für Innere Medizin I an der Universität zu Köln. Die Therapie sei bald auch auf andere Krebsarten anwendbar.








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