Besuch vom Staatsanwalt: Ermittler der Kölner Staatsanwaltschaft haben am Mittwochmorgen Büroräume der Firmen Brunnenbau Conrad und Bilfinger Berger durchsucht, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchivs im März 2009. Beide Unternehmen waren am Bau der U-Bahn-Grube am Waidmarkt beteiligt. Der Verdacht: Brunnenbau Conrad könnte die wöchentlichen Protokolle über die Abpumpungen an der Einsturzstelle erst nach der Katastrophe geschrieben haben. Am Waidmarkt waren illegal großen Mengen Wasser abgepumpt worden – möglicherweise kamen dabei auch Sand und Erde mit (wir berichteten). Das gilt als eine mögliche Ursache für den Einsturz. Bei Bilfinger Berger waren die Ermittler auf der Suche nach Gesprächsprotokollen mit einem ehemaligen Polier. Der Mann soll mit Kollegen Eisenbügel gestohlen haben, die zum Schutz der Außenwand in der Grube gedacht waren. Er hatte bei der Staatsanwaltschaft bislang nicht ausgesagt, soll sich aber gegenüber seinem Arbeitgeber geäußert haben.

Helfer des THW kurz nach dem Stadtarchiv-Einsturz: Die Staatsanwaltschaft sucht nach Schuldigen. Foto: Karin Fischer
Bye bye Karin Beier: Die Kölner Theaterintendantin Karin Beier hat sich entschieden und folgt dem Ruf an das Hamburger Schauspielhaus. Zur Spielzeit 2013/14 will der Aufsichtsrat des Hamburger Schauspielhauses Beier mit der künstlerischen Leitung des Theaters beauftragen, schreibt rundschau-online. Sie begründet ihre Entscheidung in einem Brief an die Mitarbeiter – denn bis nach der Landtagswahl in Hamburg möchte die Kölnerin lieber keine Interviews geben. “Es fällt mir nicht leicht, das Kölner Haus mit seinen Top-Mitarbeitern, die sehr, sehr gute Arbeit leisten, zu verlassen”, schreibt Beier. Gleichtzeitig holt sie zum Seitenhieb aus: “Leicht dagegen fällt es mir, den Ränkespielen einiger Herren in der Kölner Politik und Verwaltung den Rücken zu kehren. Da wurde mir mit der konsequenten Vermeidung von Kommunikation doch sehr großzügig der Rote Teppich für einen Abgang ausgerollt.”
Senioren leben gefährlich: Immer mehr Kölner fahren mit dem Rad, und immer weniger von ihnen verunglücken im Stadtverkehr. Was aber bleibt, sind ältere Bürger, die besonders häufig in Fahrradunfälle verwickelt sind, schreibt ksta.de. 190 Unfälle mit fahrradfahrenden Senioren hat die Polizei im vergangenen Jahr gezählt. Die meisten von ihnen verletzten sich dabei. Senioren seien eher mit komplexen Verkehrssituationen überfordert und verletzten sich schwerer, sagt Polizeidirektor Helmut Simon. Der Kölner Vekehrspsychologe Egon Stephan nennt eine einfache Lösung: mehr Rücksicht auf Alte.
Kostenlos-Parken gefragt: Mit rot-grüner Mehrheit hat der Stadtrat gestern höhere Parkgebühren beschlossen. Wie rundschau-online berichtet, stimmten die Abgeordneten unter heftigem Protest von CDU und FDP für das Konzept der Verwaltung. Demnach sinkt die Zeit, in der man für 50 Cent parken kann, von 30 auf 20 Minuten. Ein ganzer Tag kostet bald vier und nicht mehr drei Euro. ksta.de schildert, wie beliebt die “Brötchen-Taste” ist. Die ermöglicht 15 Minuten kostenloses Parken in der Severins-, Ehren- und der Mittelstraße.
Rheinenergie spart Strom: Mit einem modernen Lichtmanagementsystem soll die Beleuchtung auf der Severinsbrücke je nach Verkehrsaufkommen gedimmt werden. Die Brücke wird noch bis weit ins kommende Jahr hinein saniert, doch die 114 Laternen schon bald installiert. Das Ziel: 40.000 statt 80.000 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr. rundschau-online hat die Hintergründe.
Bürgerbefragung: Über den Ausbau des Godorfer Hafens sollen die Kölner Bürger am 19. Juni entscheiden (wir berichteten). Warum das vor allem Verdruss bedeuten könnte und die Stadt mit ihren womöglich Steuergelder verschwendet, schreibt ksta.de in einem Kommentar.
Rückständige Schulbücher: Das Schwulen- und Lesbenreferat der Uni Köln (LUSK) hat 365 in NRW gängige Schulbücher unter die Lupe genommen und zeigt sich erschrocken: Nur 67 der Bücher erwähnen schwul-lesbische Lebensweisen. 62 begnügten sich mit der reinen Benennung. Die Studierenden konzentrierten sich auf die Fachbereiche evangelische Religion, Geschichte, Biologie, Deutsch, Englisch sowie Politik/Sozialwissenschaften. Dabei stießen sie auch auf fragwürdige Auseinandersetzungen mit dem Thema. So setze ein Biologiebuch Homosexuelle mit Triebverbrechern, Sadisten und Prostitution gleich. Die komplette Mitteilung des LUSK gibt es hier.







News vom technischen Hilfswerk…
Staatsanwaltschaft durchsucht Baufirmen » Elfnachelf – Wichtige <b>…</b>…
[...] Schauspiels Köln, Karin Beier, ab der Spielzeit 2013/2014 das Schauspielhaus Hamburg leiten wird (wir berichteten), wird Kritik an der Kölner Kulturpolitik laut. So schreibt stern.de von einem “Trauerspiel [...]