Altstadt: Die geplante Ärchäologische Zone vor dem Historischen Rathaus wird immer teurer. 2009 waren für das Projekt 45 Millionen Euro veranschlagt worden, mittlerweile werden die Kosten auf 52 Millionen Euro geschätzt. Gestern tagte der Kulturausschuss, kam aber nicht zu einer Abstimmung über das Projekt. Ralph Elster von CDU beklagte unter anderem die Höhe der Betriebskosten (vier Millionen Euro jährlich), berichtet rundschau-online und kommentiert, dass es zu spät ist um den Bau nochmal in Frage zu stellen. Der Stadtrat muss möglichst noch vor den Sommerferien abstimmen, um sich die Förderung des Landes in Höhe von 14 Millionen zu sichern, meldet wdr.de.
Stadtwerke: Die Kölner Stadtwerke haben im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und dabei einen Gewinn von 88 Millionen Euro gemacht, meldet rundschau-online. Davon gehen 68 Millionen Euro als Gewinnabführung in die Stadtkasse, mit den anderen 20 Millionen werden Rücklagen gebildet. Schuld daran, dass der Gewinn niedriger ist als im letzten Jahr (99 Millionen Euro), ist laut Stadtwerken ein neues Bilanzrecht. Demnach muss mehr Geld für Pensionen zurückgestellt werden. Ohne diesen Einmaleffekt sei das Ergebnis besser als im Vorjahr. Während KVB (s.u) und Kölnbäder die Bilanzen belasten, erwirtschaftet vor allem die Rheinenergie Gewinne.
KVB: Trotz eines Verlustes von 86,9 Millionen Euro ist die KVB mit dem Ergebnis 2010 zufrieden. Im Vorjahr stand das Minus bei 97 Millionen Euro. Dennoch: „So ein gutes Ergebnis bekommen wir so schnell nicht wieder, da müssen wir uns gar nichts vormachen”, sagte KVB-Vorstand Jürgen Fenske laut ksta.de. Die Zahl der Fahrten stieg zwar um 2,5 Prozent auf 272,4 Millionen, doch Investitionen belasten die Kassen der Verkehrsbetriebe. 137 Millionen Euro wurden im letzten Jahr investiert, allein 93,3 Millionen in die Nord-Süd-Bahn.
Kölsch: Wer für die warmen Sommertage nach einer Erfrischung sucht, findet sie häufig im Schwimmbad, in der Eisdiele oder im Biergarten. Das ideale Sommer-Bier kommt aus Köln, meint zumindest Eric Asimov, Weinkritiker (!) der New York Times. “Was hat es auf sich mit Kölsch?” fragt der Autor, um seinen Lesern dann zu erklären: “Es ist ein schnittiges und wunderbar erfrischendes goldenes Ale, hell, aber ohne anmaßend zu sein.” Dass Kölsch in New Yorker Bars einfach seltener zu finden ist, könnte auch ein Teil des Reizes sein, schreibt Asimov.
Zugverkehr: Weil in Aachen ein elektronisches Stellwerk ausgefallen ist, sind auch Verbindungen von und nach Köln eingeschränkt. Betroffen ist laut ksta.de die Thalys-Strecke von Köln nach Brüssel. Gestört ist der Verkehr auch auf den Linien RE 4 (Aachen-Düsseldorf-Wuppertal-Dortmund), RB 33 ( Aachen- Mönchengladbach- Duisburg), RE 1 (Aachen-Köln-Essen- Hamm), RE 9 (Aachen- Köln- Siegen) und RB 20 (Aachen-Stolberg). Wer mit dem Zug fahren will, sollte sich vorher bei der Bahn über Ausfälle und Verspätungen informieren.








[...] Das Urteil von elfnachelf: hochinteressant, nicht nur für Immis. Gut, dass Quarks & Co. darauf verzichtet hat, den Dom in den Mittelpunkt zu rücken und so Raum für das jüdische Viertel und preußische Immobilienhaie gewinnt. Nett, aber leider reichlich unausgegoren, ist die Zukunftsvision: Dass sich Fußgänger und Autofahrer den Barbarossaplatz gleichberechtigt teilen werden, können wir uns nicht vorstellen – in hundert Jahren nicht. Der Blick in die Vergangenheit ist indes eine gute Werbung für die Archäologische Zone, die gerade am und unter dem Rathausplatz entsteht und in der Kritik steht, weil sie teurer ist als geplant (wir berichteten). [...]