Molotow-Cocktail via Facebook: Der grüne Ratspolitiker Jörg Frank überrascht mit einem Facebook-Post: “Manche können froh sein, dass ich nicht laufen kann. Sonst würde es brennen in der City. Ich habe nicht vergessen, wie Mollis gehen…”, schrieb der 55-Järhige laut ksta.de auf seinem Profil in dem sozialen Netzwerk. Wenige Tage zuvor war er beim Überqueren eines Zebrastreifens an der Komödienstraße angefahren und schwer verletzt worden. “Da geht es mir wie Helmut Kohl, da habe ich einen temporären Black-Out”, sagte Frank auf Anfrage des Kölner Stadtanzeigers auf den inzwischen gelöschten Post. Die Wut über den Unfall sei noch nicht verraucht gewesen. Er dementierte jedoch nicht, in der Vergangenheit tatsächlich Molotow-Cocktails gebaut zu haben. Die Kölner Grünen-Vorsitzende Anne Lütkes reagierte auf Facebook mit dem Eintrag: “Der Kölner Kreisverband schickt alle guten Wünsche, und Jörg soll das Handy und den Laptop abschalten, wenigstens für zwei Tage.”
Haushalt: Oberbürgermeister Jürgen Roters legt heute Nachmittag die Finanzplanung für das kommende Jahr vor. Wie radio-koeln.de berichtet, drohen im Haushalt der Stadt auch 2012 Finanzlöcher. Gespart wird zum Beispiel an öffentlichen Schwimmbädern: Bei der Ratssitzung heute wird es um die Schließung der Bäder in Nippes und Weiden gehen. Über einen Teil des Haushalts dürfen die Bürger auch wieder mitbestimmen. Auf ihrer Internetseite lädt die Stadt für kommenden Montag zu einer Informationsveranstaltung über den Bürgerhaushalt 2012 ein.
Baudezernent: Bernd Streitberger, der seit acht Jahren Baudezernent von Köln ist, darf eine zweite Amtszeit antreten. SPD, CDU und Grüne haben sich nach langem Streit darauf geeinigt Streitberger wiederzuwählen. Allerdings nur für kurze Zeit: Streitberger bleibt nur bis 1. Juli 2012 im Amt und wird anschließend Geschäftsführer der Projektentwicklungsgeselschaft “Moderne Stadt”, schreibt die Kölner CDU auf ihrer Internetseite. Für seinen Nachfolger hat die CDU demnach das Vorschlagsrecht. Bis gestern war unklar gewesen, ob die SPD einer zweiten Amtszeit Streitbergers zustimmt.
Freispruch: Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli ist von einem Gericht in der Türkei freigesprochen worden. Das berichtet tagesschau.de unter Berufung auf Verteidiger des türkischstämmigen Autors. Akhanli war im August bei der Einreise in die Türkei festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, bei einem tödlichen Raubüberfall 1989 sowie an einem Umsturzversuch beteiligt gewesen zu sein. Deutsche Autoren und Künstler, darunter Günter Wallraff, hatten gegen das Verfahren protestiert. Ihrer Ansicht nach war es politisch motiviert (wir berichteten).
Kunstfälscher: Im Prozess um die Kölner Kunstfälscherbande (wir berichteten) hat der vierte Angeklagte, Otto Schulte-Kellinghaus, am Dienstag ein Geständnis abgelegt. Wie handelsblatt.com berichtet, bekam er für jedes verkaufte Bild 20 Prozent Provision. Er habe an seine Altersvorsorge gedacht, sagte Schulte-Kellinghaus aus. Das Geld sei ihm jedoch “schnell durch die Finger geronnen”. Auch der Hauptangeklagte Wolfgang Beltracchi sagte laut welt.de aus, er sei “völlig blank”. Allerdings hatte er einen Monat vor der Festnahme mit seiner ebenfalls angeklagten Lebensgefährtin noch versucht, etwa eine Million Schweizer Franken beiseite zu schaffen.







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