Intendant zum Rapport: Nach der harschen Kritik am Bühnen-Geschäftsführer Patrick Wasserbauer (wir berichteten gestern) hat Oberbügermeister Jürgen Roters den Intendanten Uwe Eric Laufenberg zum Rapport bestellt. Laufenberg habe sich verpflichtet, vorerst keine persönlichen Erklärungen mehr zu äußern, erklärte das Presseamt im Anschluss an das Gespräch gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Bevor erneut einer der Verantwortlichen etwas zur schwierigen Finanzlage der Kölner Bühnen sage, solle das in der Verwaltung und mit Fraktionsvertretern abgestimmt werden. In der zurückliegenden Spielzeit fuhr die Oper einen Millionenverlust ein. Laufenberg hatte den Geschäftsführer der Kölner Bühnen in einer Ausschusssitzung scharf kritisiert. Wasserbauer sei wohl nicht willens, korrigierend einzugreifen, sagte er. Stadtpolitiker zeigten sich empört über den Streit.
Task-Force gegen Schneechaos: Die Abfall-Wirtschaftsbetriebe (AWB) haben ein neues Konzept erarbeitet, damit in Köln nicht wie im vergangenen Winter bei Schnee und Eis der Verkehr zusammenbricht. Derzeit werde eine Task-Force aus Fahrern aus Verwaltung, Müllabfuhr und Werkstatt geschult, berichtet ksta.de. Wenn am Abend Schnee fällt, wollen die AWB mit bis zu 30 Räum- und Streufahrzeugen schon in der Nacht die Straßen räumen. Der Salzvorrat wird nach den Worten von AWB-Geschäftsführer Peter Mooren von 2000 Tonnen auf etwa 7000 Tonnen aufgestockt. Zudem würden alle Busstrecken in die Liste der vorrangig zu räumenden Straßen aufgenommen. Die Bus- und Bahnhaltestellen von Schnee und Eis zu befreien, war bislang Aufgabe der Anlieger – das wollen die AWB künftig selbst übernehmen, zunächst bei jenen, denen keine Anlieger eindeutig zugeordnet werden können.
Entwicklung der Winterdiensteinsätze 2005 bis 2011

Extreme Winter: In den vergangenen beiden Jahren mussten die AWB ungewöhnlich oft wegen Schnee und Eis ausrücken. Grafik: AWB
Bürgerhaushalt ohne Bürger: Mit einer dürftig besuchten Auftaktveranstaltung hat die Stadt am Dienstag den Kölner Bürgerhaushalt 2012 eingeläutet. Rund 50 Bürger nahmen an dem Workshop im neuen Kulturzentrum am Neumarkt teil, schreiben die Köln-Nachrichten. In diesem Jahr geht es vor allem um die Frage, wie die Stadt ihr Defizit von mehr als 242 Millionen in den Griff bekommen kann. Am Mittwochmorgen hatten erst 69 Leute darüber abgestimmt, ob die Stadt lieber sparen, die Steuern erhöhen, oder höhere Eintrittsgelder und Gebühren verlangen soll. Noch bis 13. November kann jeder Kölner auf der Webseite des Bürgerhaushalts Vorschläge einreichen – etwa für mehr Nachtfahrten der KVB.
Kita-Ausbau wird Kraftakt: Die Stadt will in diesem Jahr für mehr als 30 Prozent der unter dreijährigen Kinder Kita-Plätze im Angebot haben. Das berichtet Rundschau Online. Bildungsdezernentin Agnes Klein (SPD) zeigt sich zuversichtlich, diese Marke erreichen zu können. Dennoch sei Köln mit 30 Prozent unterversorgt. Das Land schreibt den Kommunen bis 2013 vor, mindestens für 32 Prozent der Kleinkinder Kita-Plätze anbieten zu können. Angesichts steigender Kinderzahlen in Köln hatte der Stadtrat eine Aufstockung auf 40 Prozent beschlossen – dafür wären rund 2800 weitere Plätze und rund 50 neue Kindergärten nötig.
Flughafen übernimmt Parkhäuser: Das Geschäft am Boden wird für Flughäfen immer wichtiger. Am Köln-Bonner Airport hat man sich deswegen entschieden, die drei Parkhäuser mit rund 12500 Stellplätzen künftig selbst zu betreiben. Die seit zehn Jahren laufenden Verträge mit dem Kölner Parkhausbetreiber Kallscheuer würden nicht verlängert, schreibt der Bonner Generalanzeiger unter Berufung auf Flughafen-Chef Michael Garvens. Im Frühjahr solle mit dem Bau eines neuen Parkhauses begonnen werden. Der Flughafen korrigierte jüngst seine Umsatzprognose nach oben (wir berichteten).







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