Parken wie in Florenz
Teure Parkplätze: Florenz ist ja nicht oft Vorbild für Köln, aber ausgerechnet beim Parken soll das nun anders werden. 65 Euro kostet es in der italienischen Stadt, sein Auto für viereinhalb Stunden abzustellen. Ähnliche Preise will der Verkehrsforscher Jürgen Gerlach auch in Köln einführen. Parken sei in Köln immer noch zu günstig, sagte Gerlach, der an der Bergischen Universität Wuppertal forscht, laut ksta.de auf einer Fachtagung zum Thema Verkehr im Kölner Rathaus. Mit hohen Parkgebühren will Gerlach erreichen, dass die Kölner ihre Autos in Parkhäusern unterbringen und nicht auf der Straße abstellen. Auch der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Norbert Reinkober, sprach sich dafür aus, Straßen-Parkplätze abzuschaffen, um die Innenstädte zu verschönern.
Längerer Grüngürtel: Die Stadt will die südliche Innenstadt kräftig umbauen. Im kommenden Sommer soll der Stadtrat das Entwicklungskonzept “Südliche Innenstadt-Erweiterung” beschließen, das unter anderem eine Verlängerung des Grüngürtels bis an den Rhein vorsieht. Am Rand des verlängerten Grüngürtels sollen Wohnungen und Büros entstehen. Die ehrgeizigen Pläne brauchen aber Zeit. „Wir denken in Zeiträumen von etwa drei Jahrzehnten“, sagte Maria Kröger, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, auf rundschau-online.de. Die Stadt muss sich erstmal mit Grundstücksbesitzern einigen, denen ein Stück der Umbaufläche gehört. Im Zusammenhang mit dem Umbau will sich Köln auch für die Bundesgartenschau 2025 bewerben.
Gaffel-Bilanz: Im Streit um die Bilanz der Gaffel-Brauerei hat die Berliner Wirtschaftsprüfungskammer die Bilanzprüfer freigesprochen. Der Minderheitseigentümer und Mitgeschäftsführer Johannes Becker hatte bei der Wirtschaftsprüfungskammer Anzeige erstattet und behauptet, die Wirtschaftsprüfer hätten die Gaffel-Bilanz nicht korrekt geprüft. Hintergrund ist ein Streit zwischen Johannes Becker und seinem Bruder Heinrich Becker, der weiterhin Geschäftsführer bei Gaffel ist. Laut rundschau-online.de setzte Heinrich Becker mit Hilfe seines Neffens den eigenen Bruder als Geschäftsführer ab.
Handys ohne Netz: Viele Handys in Köln blieben gestern stumm oder zumindest ohne Internetzugang, weil das UMTS-Netz des Anbieters E-Plus teilweise ausfiel. Heute soll alles aber wieder laufen, versprach ein Pressesprecher von E-Plus auf ksta.de. Zur Not können E-Plus-Kunden ihre Handys auf das GSM-Netz umstellen.
Stadt zahlt 20 Millionen Euro für ein Verlust-Unternehmen
Bio-Campus Cologne wird verkauft: Die Stadtverwaltung kauft der Sparkasse Köln-Bonn für 20,9 Millionen Euro das Gründerzentrum Bio-Campus Cologne ab, berichtet ksta.de. Ein gutes Geschäft scheint das nicht zu sein: Die Firma, die das Gründerzentrum betreibt, schreibt hohe Verluste. Laut ksta.de geht die Stadtverwaltung davon aus, dass bis 2015 jährlich ein Verlust von rund 2,8 Millionen Euro anfällt. Der Verkauf kam vor allem auf Druck der EU-Kommission zu Stande, die verlangt, dass sich die Sparkasse Köln-Bonn von bankfremden Beteiligungen trennt. Kritik gibt es vor allem am Bewertungsverfahren, mit dem der Kaufpreis ermittelt wurde.
Türkischer Außenminister besucht Keupstraße: Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu hat zusammen mit Oberbürgermeister Jürgen Roters die Keupstraße in Köln-Mülheim besucht. Beide Politiker verurteilten den Nagelbomben-Anschlag, bei dem vor sieben Jahren 22 Menschen verletzt wurden. Roters entschuldigte sich, dass die Ermittler zunächst einen kriminellen Hintergrund vermutet hatten. „Wir bedauern es sehr, dass wir Opfer zu Tätern gemacht haben“, sagte Roters laut Welt Online. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass die rechtsradikale Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ die Tat verübt hat.
Polizisten-Mützen: Um die richtige Mützen-Mode ist bei der Kölner Polizei ein Streit entbrannt. Die Polizeiführung will laut rundschau-online, dass die Beamten im Winter Fellmützen tragen. Die Polizisten beschweren sich allerdings, dass die “Russen-Mützen” jucken und hässlich sind. Die Polizei-Gewerkschaft GdP hat daher normale Wollmützen bestellt und an die Beamten verteilt. Doch die Kölner Polizisten dürfen die Gewerkschaftsmützen nicht aufsetzen. “Das Tragen der Mützen, die die Gewerkschaft verteilt, ist den Kollegen in Köln verboten worden. Darüber gibt es einen schriftlichen Vermerk”, sagte ein leitender Polizeibeamter laut rundschau-online.de.
Poldi rettet den FC: Beim 2:2 des 1. FC Köln gegen Stuttgart war Lukas Podolski mal wieder die Lebensversicherung für den FC. Erst brachte er die Kölner mit einem verwandelten Elfmeter in Führung, dann sicherte er den Punktgewinn mit einem späten Tor in der 88. Minute. „Barca hat Messi, Bayern hat Schweini, wir haben Poldi“, sagte danach FC-Torwart Michael Rensing laut rp-online.de. Doch wie lange hat der FC noch seinen Superstar? Angeblich sollen schon Arsenal London, Lokomotive Moskau, Lazio Rom und Galatasaray Istanbul Interesse angemeldet haben. Podolski stellte aber nach dem Spiel in Stuttgart im Aktuellen Sportstudio des ZDF klar: „Der 1. FC Köln bleibt mein erster Ansprechpartner“.
Anwohner wehren sich gegen Flugplatz
Widerstand gegen Hubschrauber-Flugplatz: In den Kölner Stadtteilen Kalk und Buchforst wehren sich Anwohner gegen die Pläne der Stadt, auf einer ehemaligen Deponie einen Rettungshubschrauber-Flugplatz zu bauen. Zu einer Informationsveranstaltung der Stadt kamen laut ksta.de rund 400 Veedel-Bewohner. Sie lehnen den Flugplatz vor allem wegen des Lärms ab, den der Rettungshubschrauber ihrer Meinung nach verursacht. „Wir glauben nach unseren Messungen bei den Probeflügen, dass sich die Lärmsituation nicht signifikant verschlechtert“, sagte Stadtdirektor Guido Kahlen laut ksta.de. Die Anwohner in Kalk und Buchforst sehen das anders und schlagen als Alternativstandort das frei werdende Heeresamt vor, wo es bereits einen Hubschrauber-Landeplatz gibt.
Neue Gesamtschulen: Schuldezernentin Agnes Klein kündigt im Interview mit ksta.de den Bau neuer Gesamtschulen in Köln an. Eine neue Schule könnte laut Klein auf dem Gelände der Dom-Brauerei in Bayenthal entstehen, wo nach den gescheiterten Plänen zum Neubau der Fachhochschule viel Platz ist. Auch in Nippes könnte eine Gesamtschule gebaut werden. Auf dem Helios-Gelände in Ehrenfeld will die Stadt weiterhin eine Modellschule errichten. Schuldezernentin Klein will aber zunächst das Moderationsverfahren mit den Anwohnern abwarten. „Sollte sich zeigen, dass die Bevölkerung diese Schule dort nicht wünscht, müssen wir sie an einem anderen Standort realisieren. Aber danach sieht es im Moment nicht aus“, sagte sie auf ksta.de.
Scherz bekommt Abfindung: Der 1. FC Köln hat sich mit seinem ehemaligen Spieler Matthias Scherz außergerichtlich auf die Zahlung einer Abfindung geeinigt, berichtet goal.com. Scherz hatte eine Abfindung verlangt, nachdem der FC seinen Vertrag als Mitarbeiter in der Nachwuchsabteilung nicht verlängert hatte. Der Ex-Stürmer war mit seiner Forderung sogar vor das Kölner Arbeitsgericht gezogen. Beim ersten Verhandlungstermin im September konnten sich Scherz und der FC noch nicht einigen.
Einen Euro für einen giftigen Berg
Giftiger Berg: Die Stadt möchte auf einem ehemaligen Industriegelände in Buchforst einen Kalkberg kaufen, um ihn als Rettungshubschrauber-Flugplatz zu nutzen. Laut einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung soll der Berg nur einen Euro kosten. Der Preis ist allerdings nur auf den ersten Blick günstig, denn es drohen hohe Folgekosten. Der Kalkberg ist eine Deponie der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk, auf der viele giftige Stoffe wie Chloride und Blausäure lagern. „Das Risiko, welches mit dem Kauf auf Dauer übernommen wird, ist nicht sicher kalkulierbar“, schreibt daher Hans-Jochen Hemsing, Leiter des Rechnungsprüfungsamtes, laut ksta.de in einem Brief an Stadtdirektor Guido Kahlen. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von insgesamt 80 000 Euro für Grundwasser-Untersuchungen und andere Schadstoff-Messungen.
Ende der Fahrt: Bierbikes sind in Köln ein beliebtes Transportmittel. Vor allem Junggesellenabschiede werden gerne auf den rollenden Biertheken gefeiert. Doch damit ist jetzt Schluss. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass die Veranstalter von Bierbike-Touren eine Sondergenehmigung der Stadt brauchen. Die will die Kölner Stadtverwaltung aber nicht ausstellen, berichtet rundschau-online.de. „Auch bei pflichtgemäßem Abwägen aller Interessen wird es schwierig, Genehmigungen in der Innenstadt geben zu können“, sagte Ordnungsamtchef Robert Kilp auf rundschau-online. Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters stellte klar, dass es keine Sondergenehmigung für Bierbikes geben wird.
Heißes Derby: Das Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach wird nicht nur auf dem Spielfeld eine umkämpfte Partie werden. Auch die Polizei ist voll gefordert. Das Spiel gilt wegen der Rivalität beider Vereine als Riskospiel. Vor zwei Jahren wurde eine Straßenbahn, die Gladbach-Fans zum Stadion brachte, mit Flaschen und Steinen beworfen. Daher wird die Polizei ab dem späten Nachmittag eine Spur der Aachener Straße Richtung Stadion sperren, um den Straßenbahnen später Geleitschutz geben zu können. 48 bekannten gewaltbereiten Fans aus Mönchengladbach hat die Polizei die Einreise nach Köln verboten, berichtet rundschau-online.de. Auch 130 Kölner Hooligans dürfen nicht in die Nähe des Stadions kommen.
Der Tabellendritte aus Gladbach geht als klarer Favorit in die Partie, nachdem das Team am vergangenen Wochenende Werder Bremen mit 5:0 abgefertigt hat. Der FC ist aber zu Hause in dieser Saison besonders stark und hat die letzten drei Heimspiele ohne Gegentor gewonnen.
Sanierung von Oper und Schauspielhaus soll 253 Millionen Euro kosten
Bühnenumbau: Morgen fällt im Stadtrat die Entscheidung über den Umbau von Oper und Schauspielhaus. Grüne und CDU wollen auf jeden Fall zustimmen, berichtet rundschau-online.de. SPD und FDP haben zwar noch Bedenken, wollen die Sanierung aber nicht blockieren. Die Bauarbeiten werden bis 2015 dauern und sollen 253 Millionen Euro kosten. Neben baulichen Veränderungen wie dem Abriss der Parkhausbrücke am Opernhaus, sollen die beiden Spielstätten auch eine neue Technik und eine verbesserte Akustik bekommen.
Volle Wohnheime: Als Student eine Wohnung in Köln zu finden, scheint momentan fast unmöglich. Die Wohnheime des Kölner Studentenwerks haben 25 Prozent mehr Bewerber als im vergangenen Jahr, berichtet express.de. Um die 4 600 Wohnheim-Plätze bewerben sich zur Zeit 9 800 Studenten. Laut dem Statistischen Landesamt haben zum aktuellen Wintersemester 11 786 Erstsemester ein Studium in Köln angefangen.
Zweitwohnsteuer: Der Stadtrat will die Zweitwohnsteuer zum Teil abschaffen. Im Finanzausschuss stimmten alle Parteien für eine Änderung der Steuersatzung, schreibt ksta.de. Zahlen muss die Zweitwohnsteuer, wer zwar in Köln wohnt, aber seinen Erstwohnsitz in einer anderen Stadt gemeldet hat. Damit sollen Steuerausfälle ausgeglichen werden, denn Anteile an der Einkommenssteuer und die Grundsteuer bekommen nur die Kommunen, in denen der Erstwohnsitz angemeldet ist. Umstritten ist vor allem die Regelung, nach der auch Besitzer von Zweifamilienhäusern, die eine Wohnung leer stehen lassen, die Steuer zahlen müssen. Dies wollen die Parteien ändern. Einige Politiker von SPD und FDP fordern sogar, die Zweitwohnsteuer ganz abzuschaffen. Das würde aber ein großes Loch in den Haushalt der Stadt reißen: Laut der Stadtverwaltung hat die Zweitwohnsteuer seit 2005 12,5 Millionen Euro eingebracht.
Klüngel bei den Abfallwirtschaftsbetrieben?
Korruption: Es scheint ein neues Kapitel des kölschen Klüngels zu sein: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) und eine Zulieferfirma für Ersatzteile, berichtet ksta.de. Der Ersatzteillieferant soll Rechnungen über Teile ausgestellt haben, die nie geliefert wurden. Die AWB bezahlten die Rechnungen trotzdem, weil die beiden beschuldigten Mitarbeiter sie angeblich unterschrieben haben und dafür von der Lieferantenfirma mit Flachbildfernsehern und Möbeln belohnt wurden. Vor allem Hydraulikschläuche soll die AWB in auffallend großen Mengen bestellt haben. Ksta.de zitiert einen Insider: „Wenn alle Schläuche, die auf den Rechnungen auftauchten, auch tatsächlich eingebaut worden wären, hätte jeder Müllwagen in Köln alle paar Tage einen neuen Hydraulikschlauch bekommen.“
Neue Ermittlungsgruppe: Die Kölner Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, um zu prüfen, ob die rechte Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ weitere Anschläge in Köln verübt hat. Dabei werden laut rundschau-online.de unter anderem Autobomben-Anschläge aus den 90er Jahren neu untersucht. Aus einem Bekennervideo der Neonazi-Gruppe lässt sich schließen, dass die rechten Terroristen für den Nagelbomben-Anschlag auf der Keupstraße und einen Anschlag auf ein persisches Lebensmittelgeschäft in der Kölner Innenstadt verantwortlich war.
Kasernen zu Wohnhäusern: Die Stadtverwaltung will die Schließung von Kölner Bundeswehrstandorten nutzen, um die Wohnungsnot zu lindern. Auf den ehemaligen Bundeswehrgeländen sollen Wohnhäuser gebaut werden. Rundschau-online.de berichtet, dass SPD und Grüne bei der Bundesregierung einen Antrag gestellt haben, die frei werdenden Flächen der Stadt zu überlassen. Oberbürgermeister Jürgen Roters will über den Plan auch direkt mit Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière verhandeln. Im Zuge der Bundeswehrreform werden in Köln das Heeresamt, das Kreiswehrersatzamt, das Streitkräfteunterstützungskommando und das Luftwaffenausbildungskommando aufgelöst. Die Bundesregierung könnte die Grundstücke auch verkaufen und das Geld den Städten überweisen.







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